Müll

Durch die Meldung der Deutschen Umwelthilfe heute und deren Portal Becherheld musste ich wieder an meine kleinen Experimente mit dem Thermobecher denken, den ich immer noch im Einsatz habe. Wer gerne die etwas älteren beiden Teile lesen möchte:

Ich muss zugeben, ich habe in letzter Zeit eher meinen Kaffee eigenhändig @home zubereitet und selten die Dienstleistungen externer in Anspruch genommen aber aufgrund einer Wartezeit in der Nähe der goldenen Bögen und der Tatsache, dass der Kaffee dort besser schmeckt als bei der ebenfalls burgerbratenden Konkurenz, habe ich mal wieder den Thermobecher befüllen lassen.

Nach erfolgreicher Abstimmung bzgl. der Übersetzung von Small, Regular und Grande in Milliliter-Angaben entschied ich mich für einen Regular. Die Dame im McCafé bereitete den Espresso in ein kleines Metallkännchen zu, in einem etwas größeren Metallkännchen wurde die Milch geschäumt.

Ich wurde gebeten den Deckel vom Becher abzuheben und Espresso plus Milch wurden gekonnt eingegossen. Richtig wurde erkannt, dass auch ein Grande Platz gehabt hätte und ich konnte von dannen ziehen fast ohne Müll zu produzieren. Warum nur fast? Wie auch bei Burger King war der Zucker leider wieder in Einzelportionen verpackt und die Rührutensilien bestanden aus Plastik.

Update
Die NOZ hat in Osnabrück mal die Kaffeeabfülldienstleister angefragt.

Social Experiments Teil 2: Mit dem Thermobecher zum Bäcker nebenan

Nach dem ersten Versuch meinen Kaffeebecher auch außerhalb meiner 4 Wände zu befüllen habe ich dies nun auch mal in verschiedenen Bäckereien versucht.

Die kleine Nachbarschafts-Bäckerei

Die erste Ernüchterung machte sich schnell breit: Mein Becher ist zu groß für die Maschine, das hatte ich von einer Senseo erwartet aber doch nicht von einer Profimaschine ;-). Die Lösung präsentierte die gute Bäckereifachverkäufering aber schnell: Der geünschte Cappuchino wurde einfach in eine ganz normale Tasse gebrüht und dann äußerst geschickt in meinen Thermobecher umgeschüttet. Der Geschmack des Ganzen war dann auch um einiges besser als die Burgerking-Variante, aber das habe ich nicht anders erwartet.

Der Discount-Bäcker mit Selbstbedienung

Auch hier das Dilemma das auch die Nachbarschafts-Bäckerei hatte: Mein Becher ist zu groß oder besser gesagt zu hoch für die SB-Maschine. Das Schöne aber: Keiner meckert als ich den Becherhalter und das Abtropfgitter kurzerhand ausbaue um Platz für meinen Thermobecher zu machen. Somit gelang auch hier die Befüllung mit etwas Zusatzaufwand recht problemlos und hat auch nicht zu unnötig unsauberen Geschirr geführt. Natürlich bin ich ein netter Mensch und baue danach die Maschine wieder zusammen.

Social Experiments Teil 1: Mit dem Thermobecher zu Burger King

Der Mensch ist ja Faul und deswegen läßt man ja auch gerne die Arbeit von anderen erledigen, sei es von Maschinen oder man kauft sich halt eine Dienstleistung ein.

Eine in den letzten Jahren immer beliebter gewordene Dienstleistung ist auch die Zubereitung von Kaffee und da man ja immer unter Zeitdruck leidet soll dieser dann am besten transportabel sein, also "to go".

Das Problem an der Sache: Es wird dadurch mal wieder ziemlich viel Müll produziert, der eigentlich nicht notwendig ist, wer einmal der Stadtreinigung beim Entleeren eines Mülleimers an einer viel frequentierten Bushaltestelle zugesehen hat, weiß wovon ich spreche.

Auch die Schnellfresskette Burgerking möchte in das Geschäft mit den heißen Getränken einsteigen, nachdem der Konkurent mit den goldenen Bögen hier schon seit längerem hier tobt. Begleitet von viel TV-Werbung preist man Kaffeespezialitäten für einen halben € an und da sich meine Kaffeebohnenvorräte gen Ende neigten, wollte ich dieses Angebot einfach mal ausprobieren.

Nun besitze ich einen Thermobecher mit 0,4 Litern Fassungsvermögen und der Angebotskaffe beinhaltet 0,2 Liter Kaffee, Cappuccino etc. also mal ausprobieren ob ich für 1,- € meinen Becher füllen lassen kann.

Die Angestellte im Burger-King beantwortete meinen Wunsch nur mit einem positiven "Natürlich" und stellte den zugegebenermaßen recht großen Becher in den Kaffeevollautomaten und kurze Zeit später hielt ich ein dampfendes, koffeinhaltiges Getränk innerhalb meines Thermobechers in Händen, schön 2 Becher und 2 Deckel gespart.

Blöd nur, dass sich die Kaffee-Zusätze wie Zucker und Milch in kleinen Einwegverpackungen befinden und die einzigen Rührmöglichkeiten aus kleinen, weißen Plastikstäbchen bestehen.

Als nächstes teste ich dann mal den Becher in einer Bäckerei.

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