Piraten

Liebe Menschen - lasst bitte keinen Hass mehr zu und habt keine Angst!

Ich bin selten ein Freund von "es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jeden". Und ja: Vieles richtige wurde in den letzten Tagen gesagt. Von Prominenten, Bloggern, in sozialen Netzwerken, Videoplattformen, auf der Straße und wahrscheinlich auch in Wohnzimmern und Kneipen. Aber in diesem Falle ist es wichtig nicht nur etwas zu sagen sondern sich mit seinem Gesagten auch zu zeigen und aufzustehen.

Denn leider sind Misstrauen und Angst wieder zu Gewalt und Hetze geworden. Wieder fühlt sich der feige Mob durch die Masse stark und tritt die Schwächsten. Wieder stehen steht das Ego einiger wieder über der Menschlichkeit. Daher müssen wir nun alle zeigen: Hass, Gewalt und Ausgrenzung haben bei uns nichts zu suchen. Wer gegen Flüchtlinge oder jede andere Minderheit hetzt oder gar Gewalt gegen sie anwendet gehört nicht zu uns, er steht nicht in unserer Mitte und keineswegs bringen wir Verständnis für ihn auf. Wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft mit dem Leben bedroht oder Gewalt anwendet vertritt keine Meinung, er ruft zum Mord auf. Und in den letzten Tagen bin ich wirklich zu der Erkenntnis gekommen: Dieser Mordaufruf fängt auch bei vermeidlich harmlosen Dingen an:

  • Beim besorgten Bürger, der nur seine Kinder schützen möchte
  • Beim verängstigten PEGIDA-Demonstranten, der Angst vor dem Gespenst der Islamisierung hat
  • Beim Politiker, der aus der Stimmung Profit in Form von Wählerstimmen schlagen möchte und von Wirtschaftsflüchtlingen redet oder Flüchtlingsunterkünfte in Studienplätze umrechnet.
  • Bei jeder Stammtischrunde, bei der Menschen, denen es im Gegensatz zu den Geflüchteten gut geht, Angst haben, man könne ihnen etwas wegnehmen
  • Bei jedem "Ich bin ja kein Rassist aber"-Sager
  • Bei jedem, der Menschen pauschal aufgrund Ihrer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Behinderung verurteilt oder auch nur beurteilt.
  • Bei jedem Boulevard-Medium, das Misstrauen, Neid und Hass durch Artikel schürt.

Das ist das Fundament auf dem diejenigen stehen, die kein "... aber " mehr brauchen sondern Ihren Hass ungefiltert und ungeschönt herauslassen. Das ist das das Benzin im Molotov-Cocktail.

Wir Menschen in den westlichen Wohlstandsgebieten haben die absolute Pflicht den von Hunger, Tod und politischer Verfolgung bedrohten zu helfen. Wir müssen hier eindeutig zeigen, wofür unsere Werte stehen. Wofür unser Rechtstaat steht. Nicht für ein blindes rechtes Auge, das die NSU jahrelang unterstützt und gewähren lässt sondern für eine Gesellschaft in der sich jeder sicher fühlen kann. Eine Gesellschaft in der jeder die gleichen Rechte und Chancen hat. Einer Gesellschaft, in der der Wert eines Menschens über allem steht. Eine Gesellschaft in der sich jeder entfalten kann und seine Meinung offen und ohne Angst vor Repressionen vertreten kann.

Wir müssen spätestens jetzt allen rassistischen und fremdenfeindlichen Anschauungen entschieden widersprechen, in in der Familie, in Bus und Bahn, am Stammtisch, auf der Straße und im Netz.

Und ich rede hier nicht alleine von Deutschland: Jedes sogenannte westliche Land hat diese Verpflichtungen und ich empfinde es als eine Schande, dass z.B. bei der Griechenlandrettung tage- und nächtelang um Lösungen gerungen wurde und sich in Europa seit Monaten in der Flüchtlingsthematik nichts bewegt während im Mittelmeer und mitten unter uns Menschen sterben. Dass das EU-Land Ungarn durch einen Stacheldrahtzaun menschenverachtend die Festung Europa weiter stärkt anstatt das sichere Wege für die Flüchtlinge geschaffen werden, dass sich einige EU-Länder mit Händen und Füßen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen zu wehren scheinen und überall rechtspopulistische Parteien in die Parlamente einziehen.

Lasst uns zeigen, dass wir zu einer anderen Gesellschaft fähig sind als die, die wir zur Zeit anscheinend darstellen.

Folgendes hatte ich zum Landesparteitag 2013.1 in Hannover als kleine Pausenrede gehlaten und da ich mich gerade ein wenig auf den Kreisparteitag 2013.1 vorbereite un das ganze wiedergefunden habe, finde ich das das gerade ein guter Zeitpunkt ist das ganze zu bloggen.

Auch wenn ich heute nicht vorhabe mich auf irgend ein Amt zu bewerben oder auch nur versuchen möchte euch davon zu überzeugen, dass irgenetwas die Piratenpartei retten kann bzw. ihren Sicheren Untergsng bedeuten wird, möchte ich ein Wort in den Mittelpunkt meiner Rede stellen, das ich in letzter Zeit leider viel zu selten gehört habe und von dem ich eine Zeit lang nicht dachte, wie wichtig diese Eigenschaft für uns eigentlich ist. Wir sind eine Spaßpartei.

Nun werden die ersten von euch denken „Spaßpartei? Wir müssen professioneller werden, unsere Themen, Köpfe, Werte besser verkaufen. Spaßpartei, das wäre schön wenn wir das wirklich hinter uns gelassen haben.“ Aber ich möchte euch meine Intension doch ein wenig genauer erläutern. Wir alle sind mit einer bestimmten Intension Piraten geworden, der eine will die Welt verbessern, der andere erhalten. Der eine ist vielleicht dabei, weil er das Gefühl hat oder hatte, sein Thema in der Piratenpartei voranbringen zu können oder durch die Installation von unserem neuen Betriebssystem das politische Klima und die Art wie in unserem Land Politik gestaltet wird nachhaltig zu verändern.

Aber lasst mich zurück zum Spaß kommen, den ich in letzter Zeit doch das ein oder andere mal vermisst habe, der Spaß der meine ich viele von uns mit angetrieben hat. Oder finden wir ein anderen, meiner Meinung nach sehr verwandtes Wort: Leidenschaft. Ist nicht die Sauce Bolongnaise die beste die stundenlang mit dem Ziel ein geiles Mittagessen zu kochen mit den besten Zutaten von einer leidenschaftlichen Mama oder einem leidenschaftlichen Papa geköchelt wurde? Und ist nicht auch der leidenschaftliche Sex der Beste? Ist nicht das Produkt eines Handwerkers der sein Herzblut in jedes Stück steckt dem aus der Massenproduktion vorzuziehen? Ist es nicht die Software, die viele Freiwilliger und um die Welt aus Spaß und Leidenschaft programmiert haben und diese, damit Sie von anderen verbessert werden kann, unter freien Lizenzen gestellt wurde, die den Softwaremarkt der letzten Jahrzehnte geprägt und verändert hat?

Ich frage euch, wie sollen wir die Wähler von unseren Ideen begeistern, wenn wir selbern nicht begeistert auftreten? Welche Motivation haben wir noch, wenn wir aufhören unseren natürlichen Antrieb wahrzunehmen und zu fördern?

Wir werden an diesem Wochenende viele Piraten erleben, die für uns und unsere Ziele Verantwortung übernehmen wollen. Piraten, die Spaß daran haben zu organieren, zu optimieren und zu motivieren. Jeden einzelnen dieser Kandidaten aber auch allen Piraten die Aufgaben ohne Posten übernehmen oder ihre Ideen und Gedanken investieren möchte ich jetzt schonmal danken. Lasst uns allen diesen Piraten so gut wir können unter die Arme greifen, lasst uns darauf achten, dass keiner den Spaß an der Arbeit in der Piratenpartei verliert oder nur noch auch Pflichtgefühl oder mit der Aussicht auf ein lukratives Mandat weitermacht.

Ich muss selbstkritisch zugeben, bei mir war teilweise im Wahlkampf auch der Frust größer als der Spaß, wenn man in kleinen Städten am Infostand alleine herumsteht oder wenn man die ersten niederschmetternden Hochrechnungen oder Umfragen sieht. Aber die Piraten haben das Zeug hier nicht zu verzagen und dann doch den Infostand bei Minus 8 Grad zu haben, der 2 Stunden länger steht als alle anderen Infostände. Wo Helfer aus ganz Deutschland kommen und uns unter die Arme zu greifen.

Schlussendlich möchte ich dem Osnabrück Stammtisch nach de m Stammtisch danken, der für mich am vergangenen Donnerstag gezeigt hat, dass aus ein paar Nerdwitzen auch 2,1 % eher als Chance gesehen werden als als Klatsche oder dem Ende der Piratenpartei.

Lasst uns unser Motivation nicht kaputtmachen. Nicht von außen aber auch auf keinen Fall von Innen. Lasst uns zeigen, dass wir Politik nicht des Geldes oder der Macht wegen betreiben sondern aus Leidenschaft.

Am Infostand der Piratenpartei in Bramsche

Eigentlich nur hier weil zu lang für einen Tweet:

Wahlkampf mach Spass! Muss ich ja mal sagen, auch wenn Regen, Kälte, alleine rumstehen, gefühlte Inneffektivität und allgemeine plattitüdenhafte Ablehnung einem manchmal die Motivation rauben so gibt es dann auch hin und wieder die kleinen Motivationsgeschichten, die einen dann doch wieder vor die Tür treiben und ich hoffe, jeder hat beim Wahlkampf die ein oder andere dieser Geschichten, die uns mal wieder auch im Gesamten etwas mehr von diesem Ding Namens Motivation bringen.

Der katholische Kindergarten

Eine Dame kommt an den Infostand: Entschuldigen Sie, ich habe da mal eine ungewöhnliche Bitte. Mein Sohn hatte einen Piratenpartei-Sticker an der Jacke kleben aber er geht in einen katholischen Kindergarten und da ist er irgendwie auf wundersame Weise verschwunden. Kann ich bitte so viele haben, bis die dran bleiben?

Die intransparente Rutschenpolitik in Bramscher Schulen

Eine Mutter kommt mit Ihren zwei Töchtern an den Infostand.

Tochter 1: Mama, warum steht der da?
Mutter: Der ist von der Piratenpartei, der möchte, dass wir ihn wählen.
Tochter 2: Warum sollen wir den wählen?
Mutter: Also hier auf dem Schild steht, ich soll euch fragen, fragt doch mal den jungen Mann
Tochter 1: Hallo, warum sollen wir Piraten wählen?
Ich: Oh, da gibt es vieles aber Ihr habt doch am Kindergarten bestimmt einen Spielplatz, oder?
Tochter 1: Ich geh schon zur Schule!
Tochter 2: Ich auch, wir gehen beide schon zur Schule!
Ich: Ok, dann stellt auch mal vor, bei euch an der Schule wird ein neuer Spielplatz gebaut und alles wird neu gemacht. Und wenn alles fertig ist, merkt Ihr, dass die zwei Tischtennisplatten gebaut haben aber keine Rutsche.
Tochter 1: Stimmt! Bei uns an der Schule gibt es zwei Tischtennisplatten aber keine Rutsche.
Ich: Ob als ich es gewusst hätte ;-) Wir Piraten wollen nun, dass deine Mutter im Internet nachlesen kann, warum die keine Rutsche gebaut haben und nicht, dass Ihr alle immer fragen müsst und dann keiner antwortet.
Tochter 2: Warum gibt es bei uns am Spielplatz keine Rutsche?
Ich: Das weiß ich nicht, das hat mal irgendjemand im Rathaus entschieden und der hat bestimmt auch andere Leute gefragt, ob nun Tischtennisplatten besser sind oder Rutschen aber wir möchten wissen, wen er gefragt hat, einen Tischtennisplattenverkäufer oder jemand anderen.
...

Mehr davon?

Mehr davon will ich jetzt von euch lesen! Los, motivize yourself!

Bilder vom Bundesparteitag 2010.1 der Piratenpartei Deutschland in Bingen

Auf den Gängen wird nicht gerannt

Ist ja wie in der Schule hier....

Déjà-vu

Kommen nach den Chaostagen von Hannover beim LPTNDS 2009.1 nun die Chaostage von Bingen?

Zumindest ist die Landschaft ist um einiges schöner als Langenhagen!

Piratenpart-Ei

Sorry für den Flachwitz und die schlechte künstlerische Umsetzung....

Piratenpart-Ei

Landesparteitag der Piratenpartei Niedersachen

Am letzten Wochenende fand der Landesparteitag der Piratenpartei Niedersachsen im Gymnasium in der Wüste in Osnabrück statt.

Für mich war es der zweite Landesparteitag nach den oft so genannten "Chaostagen von Langenhagen".

Was soll ich sagen, es war einfach super! Dur die super Vorbereitung durch die AG Statzung und durch die Teilnehmer selber konnte die unstrittigen Satzungsänderungen am ersten Tag direkt "abgefrühstückt" werden. Die strittigen (§2.2 und 8.7) wurden dann am Sonntag, nachdem man alle wichtigen Wahlen vom Vorstand über Schiedsgericht und Kassenprüfer hinter sich gebracht hat, nochmals auf die Tagesordnung gebracht und der größte Fehler von Langenhagen durch eine komplette Streichung von 2.2 ausgebügelt.

Für alle die nicht da sein konnten oder die nochmals alles Revue passieren lassen möchten habe ich hier ein paar Bilder, die ich am Sonntag aufgenommen habe, in eine Galerie verpackt.

Wer mehr will findet im Wiki der Piratenpartei Links zu anderen Blog-Beiträgen.

Wie bekommt man Piraten zurück in den Saal?

man spielt auf der Leinwand ein Lolcats-Video ab :-)

Bei Piraten heißt das nicht DJ

Zitat von der Tagesabschlussparty des Landesparteitages 2010.1:

Wo ist denn der Admin der Musik?

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